Tag 17 – Tampere

07.08.2015 – Nach einem ausgedehnten Schläfchen im bequemen Bett, ging Christian gleich vor an die Rezeption, um Bescheid zu sagen, dass wir einen weiteren Tag bleiben. Was wir nicht wussten war, dass der Campingplatz einfach nur aufgrund des Wochenendes gleich mal 10 € auf alle Preise drauf schlägt. Das war auch vorher noch nie so gewesen. Sehr ärgerlich, zumal die Hütte eh schon teurer war und es zum rechtzeitigen Check Out zu spät war. Wat soll’s. Wir legten schnell fest, dass wir uns jetzt davon nicht den Tag versauen lassen. Wir gingen im See baden und duschten danach extra lange. Mit dem Auto fuhren wir dann bei 26 Grad nach Tampere hinein. Hallo Sonne, es gibt dich tatsächlich noch. Zuerst schauten wir uns die russisch-orthodoxe Kirche an, die in Tampere sieben Zwiebeltürme aufweist und prunkvoll eingerichtet ist. Anders als in dem Dom des heiligen Sava in Belgrad letztes Jahr waren hier keine Gläubigen, welche jeden Quadratzentimeter der Ikonen demütig küssten. Aber die Gemeinde umfasst hier wahrscheinlich auch weniger Mitglieder. Anschließend besuchten wir noch den 1907 fertig gestellten protestantischen Dom in Tampere. Besonders von innen überrascht der Dom, da es keinen typischen Altar mit Jesus am Kreuz gibt, sondern ein Wandgemälde mit teils entblößten Menschen. Nachdem wir mit dem Besuch von gleich zwei Kirchen bestimmt etliche Punkte bei dem Typ da oben gemacht haben, gaben wir uns noch etwas der Völlerei in der Kauppahalli, der Markthalle Tamperes, hin. Wir verkosteten die regionale Spezialität „Mustamakkara“, eine Blutwurst mit Grütze, die man mit Preiselbeermarmelade isst. Obwohl die schwarze Farbe der Wurst gewöhnungsbedürftig ist, schmeckt sie doch ziemlich gut. Danach aßen wir noch etwas frischen Lachs, welcher nur mit etwas Meersalz bestreut war und noch ein bisschen geräucherten Lachs und Hering. Köstlich! Schließen fuhren wir noch zum Pyynikki, einem auf einem Hügel gelegenen Park, in dem auch ein  50 Meter hoher Aussichtsturm liegt. Schnell waren die 250 Stufen erklommen und man hatte einen herrlichen Blick über Tampere und die zwei die Stadt umgebenden Seen. Da wir beim Aufstieg schon wieder wahnsinnig viele Kalorien verbrannt hatten, mussten wir unten noch zwei „Munkki“ essen. Diese weitere Spezialität ist praktisch ein Berliner in Doughnut-Form. Da auch noch etwas Kardamom im Teig ist und der Munkki dazu noch frisch gebacken war, hätte man durchaus noch ein paar weitere verdrücken können. Wieder auf dem Campingplatz machten wir gleich aus schlechten Gewissen noch drei Liegestütze und zwei Kniebeugen. Vom anschließenden in der Sonne sitzen, bekamen wir aber wieder ganz schön Hunger. Darum gab es ein relativ leichtes Abendbrot aus Möhren- und Zucchinistreifen und Grillkäse. Christian klappte danach noch unseren Alkoholverkaufsladen auf und verhökerte unseren finnischen Hüttennachbarn noch eine Flasche Wodka für 15 €. Die anderen zwei trinken wir eben morgen zu zweit auf der Fahrt nach Helsinki aus. Nein, Scherz. Aber nach Helsinki, die finnische Hauptstadt, soll es morgen tatsächlich gehen. Aber jetzt erstmal zurück in die Hütte. Bei dem Preis muss man ja noch etwas darin rumhängen.

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Orthodoxe Kirche
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Innenansicht der orthodoxen Kirche
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Dom in Tampere
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Ein ungewöhnlicher Altar
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Auf dem Weg zur Markthalle
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Mustamakkara mit Preiselbeermarmelade und Gürkchen
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Blick vom Pykknikki-Aussichtsturm
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Lecker Munkkis

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