Tag 26 – Von Košrags nach Ventė

16.08.2015 – Heute ging es deutlich früher raus als gestern,  da wir weiter fahren wollten. Also gab es ein leichtes Frühstück, Pelmeni von gestern und nach dem Packen ging es dann los mit Ziel unbekannt. Wir waren noch nicht sicher, ob wir noch in Liepaja in Lettland bleiben, oder doch schon nach Litauen weiter fahren. So ging es erstmal nach Liepaja, wo wir im Stadtpark nahe dem Strand noch ein zweites Frühstück machten. Da es relativ touristisch zuging und wir auch eigentlich nicht unbedingt Bock auf Stadt hatten,  kauften wir nur noch schnell ein und dann ging es weiter die Westküste hinunter. Lettland verabschiedete sich dann so, wie es uns willkommen geheißen hat – mit Baustelle an Baustelle. Die sehen hier so aus, dass es eine Baustellenampel gibt und man dann auf einer üblen Schotterpiste neben der Spur herfährt, die gerade gebaut wird. Nach 200 m „normaler“ Straße wiederholt sich dies dann. Das ganze geht dann so 15 km und geschätzte 100 Ampeln lang. Die Einheimischen haben jedoch kein Verständnis dafür, dass Christian nicht mit 150 km/h über die mit riesigen Schlaglöchern ausgestattete Strecke fuhr und setzten zu riskanten Überholmanövern an, nur um dann an der nächsten Ampel eh wieder warten zu müssen. Den nächsten Stopp machten wir südlich von Palanga, um bei dem schönen Wetter noch einmal in die Ostsee zu hüpfen. Der Strand besteht in dieser Region aus sogenannten Seidensand und ist dementsprechend extrem fein. Dafür war es aber am Strand auch nicht so schön leer wie am Kap Kolka. Gut erfrischt ging es dann weiter Richtung Süden zur Kurischen Nehrung. Der vorgelagerte Dünenstreifen, der zum großen Teil zu Litauen, zum kleinen Teil zu Russland gehört, ist von Litauen aus nur von Klaipeda mit Autofähre befahrbar. Das hatten wir auch vorgehabt, bis uns die Lindenauer erzählten, dass der einzige Campingplatz auf der Kurischen Nehrung extrem voll war und die Berliner uns sagten, dass sie von Ventė am Kurischen Haff einfach nur mit der Personenfähre hinüber gefahren sind. Erst in Klaipeda entschieden wir uns, es genauso wie die Berliner zu machen. Wir ersparten uns damit noch in der großen Stadt Klaipeda zu zelten, die teuerere Autofähre zu bezahlen, auf einem überfüllten Campingplatz zu zelten und nicht zuletzt die 120 km Strecke einmal die Kurische Nehrung runter und wieder hoch. Als wir in Richtung Ventė fuhren, wussten wir schon, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Eine unberührte Natur mit großflächigen Feldern und Wiesen, viele Störchen und glücklichen Kühe erwarteten uns. Auch der Campingplatz ist sehr schön mit Blick auf die Kurische Nehrung gelegen. Bevor wir unser Zelt aufbauten, gingen wir in das zum Campingplatz gehörende Restaurant essen. Wir bestellten eine Fischplatte für zwei mit je einem großen Stück Lachs, Heilbutt und Hecht, dazu Salat, Reis und drei Saucen für 24 €. Es schmeckte köstlich. Kurz nach 9 Uhr sahen wir zu, wie die Sonne in einem roten Feuerball hinter der Kurischen Nehrung verschwand. Dann ging es aber auch bald ins Zelt, da direkt vom Campingplatz am Montag leider keine Fähren nach Nida auf der Kurischen Nehrung gehen, so dass wir von dem 6 km entfernten Minija schon um 08.30 Uhr starten müssen. Das heißt also, mal seit längerer Zeit wieder richtig früh aufstehen zu müssen. Na das kann ja was werden…

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Abfahrt vom Campingplatz in Košrags
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Campingplatz in Venė
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Sonnenuntergang in Venė, der hintere Küstenstreifen ist die Kurische Nehrung
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Ein Bilderbuch-Sonnenuntergang

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