25.07.2016 – Fahrt an die weißrussische Grenze

Begleitet vom Umhertösen des Schwedennachbars fielen uns gestern die Augen zu bis wir sie heute morgen wieder schlagartig durch das beginnende Kochen des Zeltes öffnen mussten. So langsam kamen wir in die Gänge, frühstückten und packten das Chaos wieder zusammen. Das brachte uns alle so ins Schwitzen, dass wir vor der Abfahrt noch einmal alle unter die Dusche sprangen.

Dann ging es aber los, denn schließlich wollten Christian und Christian noch einmal mit verschiedensten Waffen herumballern. Dies sollte nach deren Aussagen natürlich nicht dem eigenen Vergnügen, sondern der Vorbereitung auf die bevorstehende Apokalypse dienen. Nachdem Christian schon einmal in Riga diese Chance nicht wahrnehmen konnte, war er natürlich jetzt so aufgeregt wie ein kleines Kind. Also Auto abgestellt und hingelaufen. Dann die Ernüchterung – Tür zu – Montag Ruhetag. Während den Jungen innerlich die Tränen über die Wangen liefen, dachte ich nur daran, dass wir uns jetzt glücklicherweise den Krankenhausbesuch wegen beim Rückstoß ausgekugelter Schultern erspart haben.

Also fuhren wir nur noch fix zum Carrefour, um alle superwichtigen Dinge, die wir vergessen haben (Kissen, Batterien, Gürtel, Schäler) zu besorgen. Ab dann wurde von Christian ausdrückliches Einkaufsverbot erteilt, da er um die Tieflage unseres lieben Gölfchen besorgt war. Außerdem dürfen wir ab jetzt täglich nur noch 500 kcal zu uns nehmen, um das Auto nicht noch mehr zu belasten.

Danach rollten wir auch schon in Richtung weißrussischer Grenze zur Stadt Terespol. Im Reiseführer las ich von einem Grenzübergang bei Slawatycze, der nicht für LKW zugänglich ist und deshalb schneller passierbar sein soll. Also schlugen wir einen Weg etwas südlicher ein und kamen entlang von kleinen Dörfern, Feldern und kleinen Waldstücken über teils doch sehr holprige Straßen der weißrussischen Grenze näher. Durch Zufall sind wir dann bei Wisnizce auf das kleine Hotel „Karczma Goralska“ gestoßen, wo wir für 14 € pro Nase ein beinahe fürstliches Zimmer bewohnen. Beim Abendessen wurden im hauseigenen Restaurant ein letztes Mal polnische Köstlichkeiten verschlungen und ein paar Bier vernascht. Auf dem Trampolin wurden die überzähligen Kalorien für heute dann wieder abtrainiert.

Wir sind alle sehr gespannt, wie sich das Warten am Grenzübergang und die sehr kompliziert erscheinende Einreise nach Weißrussland morgen gestaltet.

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Putzmann Christian
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Die Gesichter wurden beim nächsten Bier vergnügter…

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