10.08.2016 – Quer durch Transsilvanien – von Colibita nach Cisnadioara (Michelsberg)

Halb neun klingelte wieder der Wecker und Thommy nutzte den Morgen, um den gesamten Heißwasserboiler leer zu duschen. Christian durfte dann im Gletscherwasser duschen und war dementsprechend den ganzen Morgen etwas fröstelig. Während die Herren sich vor dem ach so kalten Seewasser fürchteten, ersetzte ich die Dusche durch ein todesmutiges Bad im See. Es war super. Erfrischt sprangen wir ins Auto und los ging die Reise. Bei Bistrita gingen wir noch fix in den LIDL, um wieder unsere Gefängnisration Brot und Wasser zu holen.

Die Landschaft in Rumänien ist wirklich atemberaubend. Von ewig weiten flachen Feldern, grünen Hügeln, Bergkuppen bis hin zu hoch aufragenden Hochgebirgen bis ist 2500 m ist alles dabei. Selbst sechs Wochen würden wahrscheinlich nicht reichen, um dem Land gerecht zu werden. Es ist schade für das Land, aber natürlich gut für den Individualtouristen, dass Rumänien sein Potential als Urlaubsland noch in keinster Weise ausschöpft.

Als Ziel suchten wir uns heute den Zeltplatz „Ananas“ in Cisnadioara (Michelsberg) aus. In Transilvanien (Siebenbürgen) sind fast alle Ortsschilder dreisprachig – rumänisch, deutsch, ungarisch. Viele Völker haben in Rumänien ihre Spuren hinterlassen, was man vor allem gut an der Küche erkennen kann. Auf dem Zeltplatz nahmen wir uns eine kleine Hütte für 3 Personen, weil es ausnahmsweise mal regnete und gewitterte und so das Zelten ins Wasser fiel. Von dort aus fuhren wir dann auf Empfehlung des Zeltplatzchef in den nächsten Ort, um in der Dorfschenke zu speisen. Unser Entertainmentprogramm bestand schon vor dem Essen darin, uns über die Karte zu amüsieren, die scheinbar vor Jahren einfach nur mit dem Google Übersetzer ins Englische und Deutsche gebracht wurde. Wir waren dementsprechend  sehr unschlüssig, ob wir lieber „Muschi de pork“, „Dichtungen“  oder „gespult mit Monometern“ essen sollten. Im Endeffekt entschieden wir uns doch nur für Suppe, Salat, Pizza und Lachs. Thommy wurde wieder einmal mit dem üblichen ungläubigen Blick für das Bestellen seiner Pizza ohne Käse gewürdigt. Das Gespräch des Kellners lautete etwa so Kellner: „Really?“ „Without cheese?“ „Really?“ „And Mozzarella?“ ….Thommy:  „NO CHEESE, NO MOZZARELLA“ … Kellner: „Really?“ „Okay!“ So richtig toll war das Essen dann doch nicht, aber wenigstens waren alle soweit satt. Am Campingplatz wurde wieder das obligatorische Abendbierchen gesüffelt, lauschten den nicht ganz jugendfreien Gesprächen der ostdeutschen Motorradgang, die sich neben uns eingenistet hatte und beendeten den Tag in unseren gemütlichen Hüttenbettchen.

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Stausee am Colibita Lake
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Unser Hüttchen in Michelsberg

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