25.08.2017-28.08.2017 – Slowenien und Fahrt nach Deutschland

Zum Frühstück ernteten wir noch ein paar letzten Feigen, sprangen ein letztes Mal in die kristallklaren Fluten des Golf von Kotor, packten ein letztes Mal das Zelt zusammen und tankten die letzten Sonnenstrahlen. Danach warfen wir noch schnell endlich mal die Karten ein und los ging die Fahrt Richtung Norden.
Auch hier merkte man auf den Straßen, dass sich der gemeine Standard-Tourist wohl immer weiter nach Südosten vorwagt, jedenfalls waren die Straßen ganz schön voll. Mit Verzögerung kamen wir deshalb schon am Grenzübergang Montenegro/Kroatien an. Wir hatten wieder den Grenzübergang bei Njivice gewählt, weil der so abgelegen auf einer Meeresklippe liegt, dass wir den immer mit maximal 5 Minuten Wartezeit gemeistert hatten. Jetzt bewahrheitete sich das, was wir schon aus Erzählungen von einigen von der Hinreise befürchtet und zwischen Albanien und Montenegro auch schon erlebt hatten. Eine riesige Schlange stand einspurig vor dem Grenzübergang und nichts ging weiter. Ganz frustriert durch die endlosen Wartezeiten auf der Reise drehte Christian ein bisschen am Rad und wollte sich nun auch „Albanian-Style“ einfach vordrängeln. Um es hier mal ganz klar herauszustellen, ich wollte das nicht! Dumm nur, dass sich an der Stelle, wo er sich hereindrängelte, wohl die hysterischste Frau der ganzen Schlange befand, die anfing, uns anzuschreien und gegen das Auto zu treten. Also Rückwärtsgang rein und voller Schmach und hämischen Blicken der anderen Wartenden wieder zurück ins Glied. Den Ärger hätte man sich echt ersparen können.
Nach fast 2 h kamen wir dann endlich an die Reihe. 10 sek Passcheck, das war es. Noch einmal, wieso dauert das dann so lange? Die Einreise nach Kroatien ging dann zum Glück deutlich schneller. Habe ich schon einmal erwähnt, dass Grenzen nervig und vollkommen unsinnig sind??
Der kleine Küstenabschnitt Bosnien wurde grenzmäßig dann zum Glück nur mehr oder weniger im Vorüberfahren mit Reisepass in der Hand bewältigt. Und dann gab es auch schon endlich wieder Autobahn. Tut uns leid, Kroatien, aber wir sahen dich mal wieder nur auf der Autobahn und haben auch keinen einzigen Kuna in deinem Land gelassen. Ist aber bei 1,5 Mio. deutschen Touristen jährlich auch sicherlich zu verschmerzen.
Gegen 20 Uhr erreichten wir Dolenjske Toplice, eine Kleinstadt 80 km südlich von Ljubljana. Erneut fiel uns auf, wie landschaftlich schön doch eigentlich Slowenien ist. Ganz freundlich wurden wir vom Eigentümer mit einem Gläschen Wein begrüßt. Am letzten Abend ließen wir es essensmäßig noch einmal richtig krachen. Für Christian gab es Rumpsteak und für mich die zarteste Forelle meines ganzen Lebens. Wer mal in Dolenjske Toplice ist und gutes Essen mag, sollte die „Osterija“ besuchen!
Aber alles Schöne hat einmal ein Ende und so mussten wir am 26.08.2017 nach 5 Wochen Nicht-Deutschland wieder in das Land des Regens einfahren. Nach etlichen Staus kamen wir am Abend des 26.08. in Bayern bei Christians Mutter an. Noch am gleichen Abend stellte sich als natürliche Reaktion auf Kaltland gleich erstmal ein Erbrechen meinerseits ein. Wen wundert es eigentlich?
Am 28.08. kamen wir mit einem Stopp in Thüringen am Abend wieder in Berlin an.

bty
Letztes Foto vor der Abreise nach Deutschland in Slowenien

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