31.10.2017 – Hamadan Part I

Nach weiteren, längeren Verzögerungen kamen wir erst gegen um 2 Uhr in Hamadan an. Da der Bus weiter an die irakische Grenze fuhr, wo wir, trotz einiger Einladungen, an der Wallfahrt nach Kerbala (die um einiges größer ist, als die nach Mekka) teilzunehmen, nicht hinwollten, wurden wir wieder an der Autobahn ausgekippt. So ging das ganze Spiel mit den Taxifahrern wieder los und gegen 3 Uhr kamen wir am Guesthouse an.
Auch hier in Hamadan hatte es leider nicht mit Couchsurfen geklappt, weil wir einfach wahrscheinlich zu kurzfristig anfragten. Auch kein Beinbruch, denn unsere Guesthousemutter empfing uns so freundlich, als würden wir zur Familie gehören.
Am nächsten Tag schliefen wir lang. Ohne Stress liefen wir erst nach Mittag los, um Hamadan zu erkunden. Für Christian war dies ein ganz wichtiges Ziel, da hier Ibn-Sina (auch Avicenna) gestorben ist. Für manch einen, dem „Der Medicus“ aus Literatur oder Film bekannt ist, wird jetzt alles klar sein. Für alle andere die kurze Story, die natürlich nur teilweise auf der Wahrheit basiert. Ein englischer Waisenjunge lernt durch einen Heiler, der ihn aufnimmt, die Grundlagen der Medizin. Schon bald wird ihm klar, dass er mehr lernen möchte. Durch jüdische Heiler erfährt er vom legendären, persischen Arzt Avicenna. Er macht sich auf den mühsamen Weg, um bei ihm zu lernen.
Tatsächlich wusste dieser Avicenna für das 10./11. Jahrhundert mächtig viel über Erkrankungen und wie diese, größtenteils mit der Kraft der Pflanzen, zu heilen sind. Nebenbei schrieb er auch noch naturwissenschaftliche, philosophische, theologische und literarische Werke. Diesem Universalgelehrten wurde in Hamadan ein umfassendes Mausoleum errichtet.
Nach dem Mausoleum stromerten wir noch etwas in Hamadan herum, gingen auf den Basar und kauften ein paar leckere saure Gürkchen und Gemüse. Zum Essen gehen hatten wir nicht mehr viel Bock und so kochten wir in der Unterkunft Nudeln mit Tomatensauce und bereiteten einen Salat. Gerade für mich nach dem vielen fleischhaltigen, schweren Essen eine willkommene Abwechslung.

 

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Vor dem Mausoleum Avicennas

 

 


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